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Foto Equipment für wenig Geld

Während unserer Seminare weisen wir stets darauf hin, dass einiges an notwendigem Material nicht unbedingt teuer sein muss. Besonders auf dem letzten Seminar in Nürnberg wurden wir gebeten, doch mal eine Liste mit dem Material zusammenzustellen, was dort auf dem Tisch liegt und für kleines Geld als Video oder Foto Equipment brauchbar ist.
Nun wies mich wiederum eine Teilnehmerin darauf hin, dass das noch gar nicht im Blog stehe. Stimmt, denn ich habe es vergessen. Mea culpa dafür, aber nun geht es los. Heute startet der Teil mit den Fotos und in Kürze folgt Tobias Dunkel mit seiner Übersicht über kostengünstiges Video Equipment.

Die Qual der Wahl: Welche Kamera?

Die Wahl der richtigen Kamera für den Nonprofit Bereich ist nicht so einfach zu beantworten. Stellt sich doch vorher immer die Frage, WAS konkret mit der Kamera geschehen soll, WER sie nutzt und für WELCHEN Anwendungsbereich die Produkte genutzt werden sollen. Damit werden wir uns jetzt nicht auseinandersetzen, da das an dieser Stelle den Rahmen sprengt. Wir kommen aber drauf zurück.

Schauen wir mal, was da bei uns so auf dem Seminartisch liegt.

Stative:

Da haben wir meist verschiedene vor Ort. Zum einen arbeite ich persönlich mit einem “großen” Manfrotto Stativ, das schon einige Jahre und Touren auf dem Buckel hat und auch nicht mehr im Programm des Herstellers ist. Der Stativkopf wohl. Ich nutze da einen Kugelkopf mit Action Griff. Diesen hier. Allerdings vor dem Kauf – und die Kombi ist jetzt nicht so wirklich günstig – bitte warten was der Tobi schreibt. Denn Action Griff und Videos passen nicht unbedingt zusammen. Da macht eine Alternative mit Neiger möglicherweise mehr Sinn.

Aber hier die günstigeren Dinge:
Immer dabei habe ich das Pixi, ebenfalls von Manfrotto. Kostet um die 20,- Euro. Es hält Kompaktkameras und sogar (im Ausnahmefall) meine D700 mit Batteriegriff.

Besonders gut ist es, wenn man das Pixi mit einer einfachen Smartphone-Klammer wie dieser hier verbindet. Die Klammer kostet unter 10,- € und ermöglicht es, kleine Schwenks mit dem Smartphone im Videomodus zu machen oder auch Langzeitbelichtungen (siehe Clip unten). Aber wir schweifen schon wieder in den Videobereich ab.

Auch brauchbar und besonders leicht im Bereich Smartphone und Kompaktkamera sind kleine Gorillapods, die sehr flexibel an unterschiedlichsten Oberflächen zu montieren sind.

Ein Blasebalg kann ganz sinnvoll sein, um sowohl den Sensor freizupusten (Achtung, vorsichtig zur Sache gehen und bitte nur machen, wenn man geübt ist!) oder das ein oder andere Staubkorn dort liegt, wo es nicht sein soll aber dort total nervt (zum Beispiel auf dem Spiegel). Kosten: unter 10,- Euro

Tragesysteme:

Wer schon mal eine oder zwei Kameras auf einer Veranstaltung getragen hat weiß, wie schnell so was auf die Schulter gehen kann. Welches Tragesystem einem aber gefällt, ist sehr subjektiv. Daher kann ich nur schreiben, dass meine mittlerweile ausgetüftelte Kombination wie folgt aussieht:
Meine Kamera baumelt ist im normalen Alltag an einem BlackRapid Gurt befestigt, der in etwa dem heute zu kaufenden Curve gleichkommt. Und so funktioniert der Gurt:

Bei längeren Veranstaltungen oder dort, wo viele Menschen zusammenkommen (und es mir egal ist, wie mich die Menschen angucken) nutze ich die auf der letzten photokina entdeckte und nicht ganz günstige Cotton Carrier Vest. Muss man mögen, um sie zu tragen, da sie doch eher einer schusssicheren Weste ähnelt. Aber ich gebe meine nicht mehr her. Was euch aber wirklich passt und gefällt, müsst Ihr selber herausfinden. Mein Tipp ist da nur, nicht unbedingt auf den Euro zu achten. Ich habe jahrelang fotografiert, bis ich wirklich was gefunden habe.
Ähnlich war das bei den

Taschen und Rucksäcken

Auch hier hängt die Wahl ganz vom Einsatzgebiet ab. Da aber beschrieben werden soll was wir vor Ort dabei haben, hier die Antwort. Mein Kata-Bag (Die Firma Kata scheint wohl gerade von Manfrotto übernommen zu werden.) ist eine Kombi aus klassischem Rucksack, der in wenigen Sekunden in einen Slingshot verwandelt werden kann, um auf die wichtigsten Utensilien auf der Seite zugreifen zu können. Eine ideale Kombination in Verbindung mit dem Brustgut. Ich hatte vorher einen klassischen Slingshot, der bei längeren Touren aber derart meine Schultern verrenkt hat, dass ich einen “echten” Rucksack wollte. Meine Version gibt es nicht mehr, aber hier findet ihr die aktuelle Kollektion.

Auch hier der Hinweis: Kauft euch eine Marke und bestellt in diesem Fall nicht im Netz, sondern geht zum Fachhändler in eurer Stadt. Dort könnt Ihr ausprobieren. Und ich meine Fachhändler und nicht Mediamärkte oder Saturn.

Dann lag da noch eine Graukarte auf dem Tisch. Wenn man längere Zeit am gleichen Ort fotografiert und das Licht immer gleich bleibt, dann kann eine Graukarte zur Messung der Lichttemperatur nicht unbedingt verkehrt sein. Hier mag ich eine schön leichte zusammenfaltbare Version, die mal bei einer Bestellung mit dabei lag. Kostenpunkt: Circa 20,- Euro. Auf meiner ist hinten auf noch eine Möglichkeit, eine Weißabgleich zu fahren.

Eine Teilnehmerin fragte noch nach diesem komischen Aufblasdings für den Blitz. Hierbei handelt es sich um eine einfache Mini-Softbox, einen Diffusor, der das Licht weich verteilen soll und oben auf den Aufsteckblitz gesteckt wird. Da gibt es viele von. Meiner ist der hier.

Filter

Da habe ich meist nicht viel dabei. Die einzigen aus meiner Sicht (Achtung, Religionsfrage!) wirklich benötigten (also, für meinen Einsatz!) sind ein Polfilter, ein Graufilter und vielleiiiiiicht noch ein Grauverlaufsfilter. Auch hier meine Tipps, gerade beim Polfilter: Kauft vernünftiges Zeug. Geht zum Fachhändler und lasst euch beraten. Ein Polfilter kann schon mal gut 100,- € kosten. Hin und wieder kann man aber auch schon im Netz lesen, dass dieser vielleicht gar nicht mehr benötigt wird. Wie gesagt, man kann sich streiten.

Über gute Zeitschriften und Bücher schreibe ich übrigens auch noch. In ein paar Tagen. Aber jetzt erst mal der Tobias mit seinen Anschaffungen zu Videos.

Wer den oben so oft beschriebenen Seminartisch mal in live sehen möchte:
Hier kann man sich informieren und anmelden.
Nächste Chance am 28. August 2015 in Essen.

Veröffentlicht von

Maik

Maik Meid ist freiberuflicher Fundraising- und Kommunikationsberater für Nonprofits.

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